Freiräume für Kreativwirtschaft in der Neustadt erhalten

Die Neustadt zeichnet sich durch eine lebendige Kreativwirtschaft aus. Flächen wie das DREWAG-Areal auf der Lößnitzstraße oder der Freiraum Elbtal bieten Platz für KünstlerInnen, HandwerkerInnen und Kreative und tragen zur Vielfalt der Neustadt bei. Diese Gebiete werden aber von Bauprojekten bedroht. Wir wollen die Freiräume für die Kreativwirtschaft in der Neustadt erhalten, weil sie den Stadtteil ausmachen und für die ganze Stadt ein Aushängeschild sein können. Deshalb setzen wir uns auch für neue Zwischen- und langfristige Nutzungen von Freiflächen durch die Kreativwirtschaft ein – damit die Neustadt auch in Zukunft kreativ und vielfältig bleibt.

…damit die Neustadt auch den FußgängerInnen gehört.

Für viele FußgängerInnen ist es nicht einfach, in der Neustadt voranzukommen: Autos blockieren Gehwege und Einmündungen und RadfahrerInnen sind gezwungen, sich zwischen PassantInnen hindurch zu schlängeln. Wir setzen uns für die Rechte von FußgängerInnen ein. Wir fordern eine barrierefreie Gestaltung von Gehwegen besonders an Kreuzungen und Einmündungen, damit Familien, Kinder und Menschen mit Behinderung sicher unterwegs sind. Auf den Hauptverkehrsstraßen dürfen Fußwege nicht verdrängt werden. Durch die Trennung von Rad- und Fußwegen und den Ausbau von Gehwegen, Mittelinseln und Fußgängerüberwegen wird es FußgängerInnen ermöglicht, sich problemloser in der Neustadt zu bewegen – damit die Neustadt auch den FußgängerInnen gehört.

 

Für ausreichend bezahlbaren Wohnraum in der Neustadt

 

Die Neustadt wächst. Viele Menschen wollen hier leben und die Neustadt lebt von der Vielfalt der Menschen im Viertel. Die in den letzten Jahren stetig steigenden Mieten hindern aber viele Menschen daran, Teil des Viertels zu werden. Wir wollen, dass mehr bezahlbarer Wohnraum in der Neustadt entsteht. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Flächen vorrangig für den Bau von Mietwohnungen genutzt werden und dass die Stadt auch in der Neustadt sozialen Wohnraum anbietet. Aber auch Bauherrengemeinschaften bereichern unser Stadtviertel, da dadurch Investorenarchitektur verhindert wird – damit nicht das Einkommen bestimmt, wer in der Neustadt leben kann.

Alkoholverkaufsverbot an Wochenenden nach 22 Uhr abschaffen

Vor allem an warmen Abenden verbringen viele Menschen in der Neustadt ihre Zeit gern z. B. im Alaunpark oder an der Ecke Louisen-/Görlitzer Straße. Beschränkt werden sie dabei häufig durch das existierende Alkoholverkaufsverbot an Freitag- und Samstagabenden ab 22 Uhr. Wir wollen diese Regelung abschaffen. Die Spätshops in der Äußeren Neustadt leben gerade von der Zeit nach Ladenschluss und sollten da auch ihre gesamte Angebotspalette verkaufen können – damit in der Äußeren Neustadt auch nach 22 Uhr noch ein Bier gekauft werden kann.

Die lebendige Einzelhandelsstruktur in der Neustadt erhalten!

Die Neustadt ist auch ein Einkaufsviertel. Viele Einzelhändler tragen mit ihren Läden zur Vielfalt des Viertels bei. Das wollen wir erhalten. Große Einkaufszentren bedrohen die gewachsene und lebendige Einzelhandelsstruktur im Viertel. Deswegen haben wir uns von Anfang an gegen Konsumtempel wie Globus oder Kaufland im Viertel eingesetzt. Einzig die Ansiedlung von Edeka im DVB-Hochhaus mit dem Einzug der Stadtteilbibliothek haben wir befürwortet, weil das wiederbelebte Gelände am Albertplatz die Neustadt aufwertet. Weitere Einkaufszentren in der Neustadt wollen wir verhindern – damit der vielfältige Einzelhandel als Teil der Identität der Neustadt erhalten bleibt.

Für ein gutes Miteinander – ohne law & order!

Die ausgeprägte Ausgehkultur in der Neustadt zeigt sich nicht nur in gut besuchten Kneipen, sondern gerade im Sommer auch in Straßen, Plätzen und Parks. Dies stellt eine Bereicherung für unser Stadtleben dar, auf die sich die Stadt jedoch einstellen muss. Wir halten  Kameraüberwachung und Alkoholverkaufsverbote für den falschen Weg und empfinden es als unnötige Kriminalisierung. Vor allem an Wochenenden fehlen an vielen Orten auch ausreichend Mülleimer. Neben der zusätzlichen Aufstellung von kleineren Mülleimern und ausreichend großen Recyclingcontainern streben wir an, größere mobile Container einzuführen, die bedarfsgerecht aufgestellt werden können und häufiger geleert werden. Außerdem unterstützen wir das Projekt “Nette Toilette”, bei dem KneipenbesitzerInnen ihre Toiletten kostenfrei auch für Nichtgäste öffnen und dafür von der Stadt einen kleinen Zuschuss erhalten – damit die Neustadt ein attraktives Ausgeh-Viertel bleibt.

Kinder und Jugendliche brauchen Freiraum zur Entfaltung

Die Neustadt ist das jüngste Viertel Dresdens. Junge Menschen brauchen Raum in dem sie sich entfalten, ihren Interessen nachgehen und sich ausleben können. Dafür fehlen Bolzplätze, Freiräume und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung mit pädagogischer Betreuung. Heutige und zukünftige Kinder sollen im Viertel bleiben können, auch wenn sie älter werden. Sie müssen Angebote für ihre Freizeitgestaltung bekommen. Deshalb fordern wir ein Jugend- und Freizeitzentrum in der Neustadt mit pädagogischer Betreuung und ausreichend Freiraum zur Entfaltung für junge Menschen – damit die Neustadt auch den Jugendlichen gehört.

Für gute und ausreichende Kita- und Grundschulplätze in der Neustadt.

Dresden ist Geburtenhauptstadt in Deutschland und die Neustadt das am stärksten wachsende Viertel in Dresden. Doch der Ausbau an Kitaplätzen kommt nur schleppend voran, die Zahl der Grundschulplätze stagniert im Viertel und genauso brauchen wir zukünftig mehr Plätze in weiterführenden Schulen. Die Folge: Wartelisten für Kitas werden immer länger, genauso wie die Schulwege für die Kleinen. Die Neustadt braucht ausreichend Kita- und Grundschulplätze mit guter pädagogischer Betreuung und Bildung für die wachsende Zahl von Kindern. Wir setzen uns für die Schaffung von mehr Kitaplätzen mit einem guten Betreuungsschlüssel in der Neustadt ein, fordern den zügigen Bau einer neuen Grundschule im Viertel und die flächendeckende Schaffung von Ganztagsangeboten an weiterführenden Schulen – damit die Neustadt auch den Kindern gehört.

Vincent Drews

WAS IST DAS BESONDERE AN DER NEUSTADT?
Ohne die Neustadt wäre ich wohl nicht in Dresden geblieben. Das Viertel hat alles, was man zum leben braucht: Schöne Wohnungen, viele kleine Geschäfte, gemütliche Kneipen und Platz zum Erholen mit vielen interessanten Menschen im Alaunpark oder an den Elbwiesen.

WARUM MUSS MAN FÜR DIE NEUSTADT POLITIK MACHEN?
Es muss endlich Schluss damit sein, dass die Stadt andauernd gegen die Interessen der Menschen in der Neustadt entscheidet. Der geplante Globus, ein vierspuriger Ausbau der Königsbrücker Straße oder die verzögerte Sanierung der Albertbrücke sind Beispiele dafür. Ich will, dass die Stadt endlich Politik für die Neustadt und mit den Neustädterinnen und Neustädtern macht. Das geht nur mit einer rot-rot-grünen Mehrheit im Stadtrat.

WAS IST IN DER POLITIK BESONDERS WICHTIG?
Immer ein offenes Ohr zu haben. Deshalb freue ich mich auf den Austausch mit vielen Neustädterinnen und Neustädtern egal ob persönlich, telefonisch oder per Mail.

www.vincent-drews.de

Runde Freitag  (2 von 10)

Emiliano Chaimite

Der 47jährige Neustädter arbeitet seit vielen Jahren als Krankenpfleger.In seinem Krankenhaus setzt er sich als Gewerkschafter außerdem für die Beschäftigten ein. Ursprünglich kommt der gelernte Gießereifacharbeiter aus Mosambique, seit 1986 lebt er in Deutschland. In Dresden kennt man Emiliano als Mitglied im Ausländerbeirat der Stadt, als Gründer und Vorsitzenden des afrikanisch-europäischen Vereins Afropa e.V. und als unermüdlichen Streiter für die Rechte von Migrantinnen und Migranten.

WAS IST DAS BESONDERE AN DRESDEN?
Dresden ist eine tolle Stadt. Am meisten mag ich natürlich die Neustadt. Hier wohne ich seit vielen Jahren, habe jede Menge Freunde und es gibt immer etwas Spannendes und Wichtiges zu tun.

UND WAS IST WICHTIG IN DRESDENS STADTPOLITIK?
Dresden nennt sich gern eine weltoffene Stadt. Aber den guten Worten müssen noch mehr Taten folgen. Ich wünsche mir eine Stadt mit viel Mitbestimmung und Engagement. Mehr Freude in Dresdens Politik könnte viele und vieles bewegen.

Die Neustadt ist Wohn- und Lebensraum

Die Neustadt ist für uns weder Einflugschneise noch Investitionsobjekt. Wir möchten Lebensräume erhalten – auch unabhängig von ihrem ökonomischen Nutzen. Das bedeutet für uns, dass wir dafür eintreten, dass keine „Blockrandschließung“ um jeden Preis erfolgt, sondern diese Flächen für die BewohnerInnen erschlossen werden können. Bestehende Grünflächen sollen geschützt und ausgebaut werden. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass der Alaunpark um das Gelände des Russensportplatzes erweitert wird, statt dort ein Polizeirevier zu errichten. Ein anderes Beispiel ist der Martin-Luther-Platz, der vor allem als großer Parkplatz genutzt wird. Auch hier fordern wir dringend eine Aufwertung – damit in der Neustadt attraktive Freiräume erhalten und erweitert werden.

Alkoholverkaufsverbot an Wochenenden nach 22 Uhr abschaffen

Vor allem an warmen Abenden verbringen viele Menschen in der Neustadt ihre Zeit gern z. B. im Alaunpark oder an der Ecke Louisen-/Görlitzer Straße. Beschränkt werden sie dabei häufig durch das existierende Alkoholverkaufsverbot an Freitag- und Samstagabenden ab 22 Uhr. Wir wollen diese Regelung abschaffen. Die Spätshops in der Äußeren Neustadt leben gerade von der Zeit nach Ladenschluss und sollten da auch ihre gesamte Angebotspalette verkaufen können – damit in der Äußeren Neustadt auch nach 22 Uhr noch ein Bier gekauft werden kann.

Die Energiewende in der Neustadt umsetzen

100% erneuerbare Energien sind möglich. Dazu müssen die erneuerbaren Energien auch in der Neustadt ausgebaut und Energie gespart werden. Wir treten dafür ein, dass die Stadt Vorreiter bei der energetischen Sanierung von Gebäuden wird und Dachflächen für den Ausbau von Solaranlagen zur Verfügung stellt. Auch den Bau von Solaranlagen auf Mietshäusern wollen wir vorantreiben. Wir streben die Erhöhung der Anschlusszahlen bei Gebäudeheizungen für Fern- und Nahwärme an, weil sie ökologisch vorteilhaft sind. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass energiesparende Maßnahmen in den Mietspiegel aufgenommen werden. Hier braucht es eine engagierte Umsetzung – damit auch in der Neustadt die Energiewende gelingt.

Anna-Caroline Bache

Die 30-Jährige arbeitet als Lehrerin in einer Dresdner Oberschule und wohnt seit vielen Jahren in der Äußeren Neustadt.

WAS IST DAS BESONDERE AN DRESDEN?
Dresden ist meine Heimatstadt. Durch ihre kulturelle Vielfalt, landschaftliche Schönheit und ihre Lebendigkeit bietet sie mir eine hohe Lebensqualität.

WAS IST WICHTIG IN DER DRESDNER STADTPOLITIK?
Zum einen: Die Stadtpolitik hat sich am Dresdner Bürger zu orientieren und weniger an Geldgebern. Zum anderen: Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Soziale Einrichtungen und Angebote für Kinder und Jugendliche müssen finanziell besser gestellt werden, um dem entgegen zu wirken. Darüber hinaus sollte jedem Bürger bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung stehen. Auch einem menschenwürdigeren Umgang mit Asylbewerbern sollte sich die Stadt Dresden stellen.

WELCHE ‘WEISHEIT’ SOLLTEN SICH MENSCHEN IN DER POLITIK ZU HERZEN NEHMEN?
Allen voran die Weisheit von Margot Käßmann: “Die Schwächsten sind der Maßstab für die Gerechtigkeit.”

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Die Neustadt ist bunt und das wollen wir leben!

Die Neustadt ist ein Stadtteil mit unverwechselbarem Charakter. So hat sie zum Beispiel die höchsten Geburtenraten und den niedrigsten Anteil an AutobesitzerInnen in Dresden. Oft werden aber die daraus erwachsenden, ganz eigenen Interessen durch die Stadt nicht berücksichtigt, wie das Beispiel Königsbrücker Straße zeigt. Regelmäßig werden Entscheidungen des Ortsbeirats Dresden Neustadt durch die Stadt ignoriert. Wir fordern bessere Mitbestimmungsrechte für den Stadtteil auf Ebene des Ortsbeirats und durch verbindliche Bürgerversammlungen.

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